Call for Papers: Alltägliche Grenzziehungen (AkG-Tagung 2017)

Alltägliche Grenzziehungen. Externalisierungsgesellschaft, imperiale Lebensweisen und exklusive Solidaritäten als Herausforderungen emanzipatorischer Politik

Tagung der Assoziation für kritische Gesellschaftsforschung (http://akg-online.org/)

03.-05.11.2017 in Hamburg

Mit: Alke Jenss, Ulrich Brand, Katharina Pühl, Klaus Dörre, Sonja Buckel, Stephan Lessenich, Friederike Habermann, Fabian Georgi, Lukas Oberndorfer, u.v.m.

„Im Action-Film Elysium (USA, 2013) spielt Matt Damon den Fabrikarbeiter Max auf der Erde des Jahres 2154. Der Film spitzt die aktuellen Tendenzen europäischer und US-amerikanischer Migrationsregime auf scharfe Weise zu: Die Menschheit ist gespalten. Auf der luxuriösen Raumstation Elysium lebt eine winzige Minderheit von Privilegierten. Die große Mehrheit vegetiert auf der durch Klimawandel, Not und Gewalt zerstörten Erde, niedergehalten durch eine brutale Roboter-Polizei.“ (https://tinyurl.com/ya2tshre)

„Das politische Feld wird gegenwärtig nicht entlang der Konfliktlinie links gegen rechts strukturiert, sondern entlang der Polarisierung zwischen einem liberalen und einem illiberalen Kapitalismus, zwischen der Verteidigung des globalisierten Kapitalismus mit veränderten Mitteln (Clinton, Merkel, May usw.) und der Wendung hin zu einem sozial-nationalen und autoritären ethnorassistischen Festungskapitalismus (Trump, Le Pen, Petry usw.). […] Eine solidarische demokratische Antwort auf die Krise fehlt bisher.“ (https://tinyurl.com/ycfrmeen)

Die Tagung verknüpft vor dem Hintergrund dieser und ähnlicher Gegenwartsdiagnosen vier Strömungen kritischer Gesellschaftsforschung: staatstheoretische Perspektiven, die auf autoritäre Entwicklungen innerhalb liberaler Demokratien verweisen; alltagszentrierte Ansätze, die u.a. eine Erosion gesellschaftlicher Solidarität konstatieren; Theorien globaler sozialer Ungleichheit, die imperiale Lebensweisen und eine Externalisierung sozialer Probleme beobachten sowie Analysen von Migrations- und Grenzregimen, die Abschottungstechnologien und eigensinnige Praktiken der Migration untersuchen. Ziel ist es, eine Bestandsaufnahme gegenwärtiger gesellschaftlicher Entwicklungstendenzen und Konfliktdynamiken zu leisten, deren Ursachen theoretisch zu erfassen und mögliche emanzipatorische Alternativen sichtbar werden zu lassen.

Wir freuen uns über Vorschläge für Beiträge zur Tagung, die sich empirisch, theoretisch oder aktivistisch mit einem oder mehreren der folgenden Themenbereiche auseinandersetzen: autoritärer Festungskapitalismus (vgl. u.a. https://tinyurl.com/ya2tshre), imperiale Lebensweise (vgl. u.a. https://tinyurl.com/y83wl9rr), Externalisierungsgesellschaft (vgl. u.a. https://tinyurl.com/y9vo374h), exklusive Solidarität (vgl. u.a. https://tinyurl.com/ybgdho3b), eigensinnige Praktiken der Migration (vgl. u.a. https://tinyurl.com/y88fayot), solidarische Formen von Bürger*innenschaft (vgl. u.a. https://tinyurl.com/y8vyxb84) sowie Möglichkeiten emanzipatorischer Politik (vgl. u.a. https://tinyurl.com/y8xdkxd9). Schickt uns ggf. bis zum 31.07.2017 eine kurze formlose Skizze eures Beitrags (max. eine Seite) an akg2017@posteo.de. Wir stellen anschließend das Programm der Tagung fertig und informieren euch bis zum 15.08.2017, welche Beitragsvorschläge wir berücksichtigen konnten.

Die Teilnahme an der Tagung ist kostenlos. Fahrtkosten für prekäre AkG-Mitglieder können erstattet werden. Auf Anfrage bemühen wir uns um eine (für euch kostenlose) professionelle Kinderbetreuung für den Zeitraum der Tagung. Für Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung, unsere Mailadresse lautet akg2017@posteo.de.

„Wenn ich es mir aussuchen kann, wähle ich den Verhandlungstisch“. Die spanischen Mehrheitsgewerkschaften CC.OO. und UGT in der Krise

Kapitel 4.1 (*.pdf) aus: „Sie repräsentieren uns nicht.“ Soziale Bewegungen und Krisen der Demokratie in Spanien, Dissertation am Fachbereich Gesellschaftswisssenschaften und Philosophie der Philipps-Universität Marburg, eingereicht im April 2016. Eine gekürzte Fassung der Dissertation erscheint im Mai 2017 im Verlag Westfälisches Dampfboot, Teilergebnisse wurden zuvor bereits im Buch Krisenproteste in Spanien veröffentlicht.

Noch zu Beginn des Jahres 2010 war das politische Klima in Spanien durch „eine offensichtliche Demobilisierung der Arbeiter, verängstigt angesichts der Arbeitslosigkeit und eine beispiellose Passivität und Permissivität […] der Gewerkschaften“ (TAIFA 2010: 52, Übers. d. Verf.) gekennzeichnet:

„Die Leute waren unglücklich, aber sehr ruhig […], ohne eine […] Antwort […]. [Es gab] höchstens sehr spezifische und limitierte Proteste entlassener Arbeiter, wenn eine Fabrik schloss. […] Es schien unglaublich, dass die Arbeiter und die Leute nicht mehr reagierten, aber so war es.“ (Etxezarreta et al. 2011: 26, Übers. d. Verf.)

„Die spanische Gesellschaft war, sagen wir, am Ende ziemlich demobilisiert, oder wenigstens die Sektoren der Beschäftigten […] waren im Allgemeinen ziemlich demobilisiert.“ (Interview CC.OO., Madrid, 17.07.2012, Übers. d. Verf.)

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Kollektiv gegen die alltägliche Krise. Die Neuerfindung linker Politik in den spanischen Protestbewegungen

In: graswurzelrevolution 416, Februar 2017

Im Zuge der ökonomischen Krise und der Spar-, Kürzungs- und Restrukturierungspolitik, mit der die spanischen Regierungen auf diese reagierten, haben sich die alltäglichen Lebensbedingungen der spanischen Bevölkerung in den vergangenen Jahren deutlich verschlechtert. Für viele Spanierinnen und Spanier ging die Krise mit Arbeitslosigkeit, Prekarisierung, sozialem Abstieg, ökonomischer Vulnerabilität und Verarmung einher, während die soziale Ungleichheit deutlich anstieg. Die Folgen waren hunderttausende Zwangsräumungen, während Angststörungen, Depressionen und andere psychische Erkrankungen zunahmen. In der Folge kam es zu massiven sozialen Protesten – von den Platzbesetzungen der Bewegung 15-M über die Kämpfe um Wohnraum bis hin zu Protesten gegen Kürzungen, Privatisierungen und neoliberale Reformen im Bildungs- und Gesundheitsbereich.

Über kollektive Organisierung gegen alltägliche soziale Probleme gelang es in den Bewegungen, mit der permissiven und passiven Stimmung innerhalb der Bevölkerung, die die ersten Jahre der Krise kennzeichnete, zu brechen. Zentral hierfür war eine Neuerfindung linker Politik. Über offene und partizipative Strukturen, einen solidarischen und anerkennenden Umgang miteinander und eine konsequente Politik der ersten Person – das heißt, eine Politik, die primär auf subjektiver Betroffenheit statt auf scheinbar objektiven ‚Notwendigkeiten‘, ‚Sachzwängen‘ oder gesellschaftstheoretischen Prämissen basierte – gelang es, die Distanz linker Politik von alltäglichen Erfahrungen breiter Teile der Bevölkerung zu überwinden und die Sinnhaftigkeit kollektiven politischen Handelns erfahrbar zu machen. (Weiterlesen: http://www.graswurzel.net/416/spanien.php)

Interview über Krisenproteste in Spanien

Der Politologe Nikolai Huke ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Eberhard Karls Universität Tübingen und forscht zu sozialen Bewegungen und Krisen der Demokratie in Spanien. Er ist unter anderem in der Assoziation für kritische Gesellschaftsforschung (AkG) aktiv. In seinem Buch Krisenproteste in Spanien gibt er auf der Grundlage von Interviews mit Aktivistinnen und Aktivisten verschiedener Bewegungen einen detaillierten Einblick, wie sich als Reaktion auf alltägliche Krisen und autoritäre Austeritätspolitik neue Formen der radikaldemokratischen Selbstorganisation, des zivilen Ungehorsams sowie Versuche eines „Überfalls auf die Institutionen“ herausbilden. Auf der 21. Linken Literaturmesse in Nürnberg stellte er Auszüge seines Buches vor und gab einen Überblick über die Protestbewegungen in Spanien im Kontext der Eurokrise, wobei er insbesondere der Frage nachging, welche Vorteile bestimmte Aktions- und Organisationsformen haben und mit welchen Problemen sie andererseits behaftet sind. Im Anschluß daran beantwortete er dem Schattenblick einige Fragen zu diesem Themenkomplex.

Das Interview kann hier nachgelesen werden: http://www.schattenblick.de/infopool/d-brille/report/dbri0084.html.

Krisenproteste in Spanien

Krisenproteste in SpanienNikolai Huke
Krisenproteste in Spanien
Zwischen Selbstorganisation und Überfall auf die Institutionen
Broschur, 140×205 mm
175 Seiten, 14.80 Euro
ISBN 978-3-96042-006-4 | WG 973
Neuerscheinung Juli 2016

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Das Buch gibt einen detaillierten Einblick in die Entwicklung sozialer Protestbewegungen in Spanien im Kontext der Eurokrise. Auf der Grundlage von Interviews mit Aktivist_innen verschiedener Bewegungen wird nachgezeichnet, wie sich als Reaktion auf alltägliche Krisen und autoritäre Austeritätspolitik neue Formen der radikaldemokratischen Selbstorganisation, des (zivilen) Ungehorsams sowie Versuche eines ‚Überfalls auf die Institutionen‘ herausbilden. Am Beispiel der Indignados des 15-M, der Kämpfe um Wohnraum, der Marea Verde und der Marea Blanca, die sich gegen Kürzungen und Umstrukturierungen im Bildungs- und Gesundheitsbereich richten, sowie neuer linker Parteien und Wahlplattformen von den Candidatures d’Unitat Popular (CUP) über Podemos bis zu Barcelona en Comú werden Möglichkeiten und Grenzen unterschiedlicher politischer Strategien und Organisationsformen untersucht. Ziel des Buches ist es, Erfahrungen mit politischer Organisierung sichtbar zu machen, die auch für soziale Bewegungen im europäischen Zentrum (z. B. in Deutschland) das Potential bieten, eigene Praxen kritisch zu hinterfragen und konstruktiv weiterzuentwickeln.

Rezensionen

„Das Buch ist uneingeschränkt zu empfehlen, und zwar sowohl jenen, die sich wissenschaftlich mit der Bewegung der Indignados (‚Empörten‘), dem gewaltfreien Widerstand gegen Zwangsräumungen in Spanien oder neuen Parteien wie Podemos oder Barcelona en Comù (‚Barcelona gemeinsam‘) beschäftigen wollen, als auch jenen, die ihren Blick aus politischen Gründen auf Spanien richten.“ Martin Baxmeyer für die libertären buchseiten, beilage zu graswurzelrevolution nr. 412, oktober 2016

Nikolai Huke liefert mit seinem Buch die erste profunde, umfassende Analyse und chronologische Rekonstruktion der Krisenproteste in Spanien rund um die Bewegung 15-M, die Kämpfe gegen Zwangsräumungen, die Proteste im Bildungs- und Gesundheitsbereich sowie den Aufstieg von Podemos. Auf Grundlage zahlreicher Interviews in den Jahren 2012 bis 2015 mit Aktivist_innen und der Auswertung von Zeitungsartikeln entsteht ein feingezeichnetes Bild des Protestzyklus seit 2011, das als Erfahrungsschatz zum »produktiven Ausgangspunkt für strategische Debatten sozialer Bewegungen« in Europa unabdingbar ist.“ Sebastian Klauke in der analyse & kritik Nr. 620 vom 18.10.2016

Anhand der Schilderung konkreter Situationen und theoretischer Reflexionen werden Fragen nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden in diesen Bewegungen aufgeworfen, nach Geschlechter- und Klassenverhältnissen, Rassismus und Nationalismus, sowie politischer Verortungen zwischen linksradikal und ‚weder rechts noch links‘. Der Autor zeichnet ein facettenreiches Bild des ‚erfolgreichen Scheiterns‘, das spannende Einblicke in einen weiterhin fortlaufenden Prozess gibt.“ Elisabeth Voss in der Contraste Nr. 387 (Dezember 2016)

Die Marea Verde im Bildungs- und die Marea Blanca im Gesundheitsbereich mobilisierten nicht nur gegen die staatliche Kürzungsorgie. Mit ihrer Forderung nach Bildung und Gesundheit für Alle konnten sie auf großen Vollversammlungen Lehrende, Schüler/innen aber auch Eltern und Patient/innen begeistern. Huke beschreibt, wie die etablierten Gewerkschaften irritiert über die neuen Aktionsformen waren, sich aber in der politischen Auseinandersetzung neue Kooperationen herausbildeten.“ Peter Nowak in den ver.di NEWS vom 20.09.2016

„Spaniens derzeitige Aufbruchstimmung von links wurzelt in den Protestbewegungen vergangener Jahre. Eine Analyse gibt nun Aufschluss über Ansätze der Selbstorganisierung und Einzug in die Parlamente.“ Florian Schmid im Neuen Deutschland vom 22.06.2016

Экономия и сопротивление рабочего движения: изменение формы забастовок в Испани

A Russian version of an article by Olaf Tietje & me on austerity, labour resistance and the shifting shape of strikes in Spain during the Eurozone crisis has just been published in the edited book Collective labor disputes: Russia in the Global context. Edited by J.P. Orlovskiy., E.S. Gerasimova, Moscow: The law firm „Contract“, 2016, pages 230-257. The untranslated English author’s version can be downloaded here.

Challenging the age of austerity: Disruptive agency after the global economic crisis

In: Comparative European Politics, DOI: 10.1057/s41295-016-0072-8

In our new article, David Bailey, Mònica Clua Losada, Kelly Rogers, Olatz Ribera Almandoz & I analyse the different forms of disruptive subjectivity that have developed in the context of the post-2008 global and European crises. We argue that a merging of more conventional forms of dissent with a number of more radical prefigurative practices that had been developing prior to 2008 can be observed. As a result, the stagnation of neoliberal capitalism from 2008 onwards has witnessed the development of a new form of pragmatically prefigurative disruptive subjectivity, responsible for some of the more important and interesting political developments in contemporary advanced industrial democracies.

Selbstorganisierung jenseits der Plätze: Gewerkschaften und mareas in Spanien

LUX2-16-Cover-WEB borderIn: Luxemburg 2/2016, S. 54-59.

Die Platzbesetzungen in Spanien und Grie­chenland fanden in linken Debatten hierzu­lande breite Beachtung. Gleiches gilt für die neuen linken Parteien Syriza und Podemos. Gewerkschaftliche Proteste in Südeuropa stießen hingegen auf eine deutlich geringere Re­sonanz. Eine intensivere Auseinandersetzung wäre jedoch durchaus produktiv: In Spanien etwa wurden nicht nur die fatalen Auswirkungen der Austeritätspolitik auf Arbeitsbedin­gungen und Möglichkeiten gewerkschaftlicher Gegenmacht sichtbar, sondern es entstanden auch innovative Formen basisdemokratischer Selbstorganisierung von Beschäftigten. (Volltext)

„Das ist eine sehr, sehr starke Form von Repression“

Radiointerview mit detektor.fm

In den letzten Wochen hat es in Spanien viele Proteste gegen das neue „Gesetz zur Sicherheit der Bürger“ gegeben. Kritiker bezeichnen es als „Maulkorb-Gesetz“. Demonstranten riskieren demnach ab dem 1. Juli eine ganze Reihe von Strafen. Für Proteste vor dem spanischen Parlament drohen Geldbußen bis zu 30.000 Euro. Geahndet wird damit eine Ordnungswidrigkeit, keine Straftat. Somit ist anders als bei Verbrechen kein Gerichtsverfahren nötig. Wir wollen uns einen Eindruck verschaffen über die politische Situation in Spanien. Dazu hat detektor.fm-Moderatorin Jennifer Stange mit Nikolai Huke gesprochen. Er ist Politikwissenschaftler und forscht an der Universität Marburg zu sozialen Bewegungen in Spanien. Hier kann man sich das Interview anhören: http://detektor.fm/politik/30-000-euro-strafe-spanien-fuehrt-demonstrationsverbot-ein

Spanien – ‚Sie wollen mit allem Schluss machen‘

mit Tobias Haas, in Bieling, Hans-Jürgen/Buhr, Daniel (Hg.) (2015): Europäische Welten in der Krise Arbeitsbeziehungen und Wohlfahrtsstaaten im Vergleich

Mit dem Ende eines immobilienbasierten kapitalistischen Wachstumszyklus der von den 1990er Jahren bis in die zweite Hälfte der 2000er Jahre reichte, entwickelte sich in den vergangenen Jahren in Spanien eine tiefe wirtschaftliche Krise, die einen hohen Grad an Prekarität der spanischen Ökonomie offenbarte. Strukturelle Handelsbilanzdefizite und eine ökonomische Einnischung in stark finanzialisierten Sektoren, die nur relativ geringer internationaler Konkurrenz ausgesetzt sind – insbesondere dem Immobiliensektor – machten die spanische Ökonomie sehr anfällig für globale Krisendynamiken. Im Zuge der Eurokrise führte dies zu einem stark eingeschränkten Handlungsspielraum der spanischen Regierungen gegenüber den Anforderungen von Ratingagenturen, internationalen Kapitalverbänden, institutionellen Investoren sowie dem austeritätspolischen Krisenmanagement, das von der Troika vorangetrieben und in der EU über ein Bausteinsystem politischer Initiativen verankert wurde. In der Folge implementierten die spanischen Zentralregierungen ein umfassendes Austeritätsprogramm, das den ohnehin prekär entwickelten spanischen Wohlfahrtsstaat restrukturierte und Arbeitsverhältnisse flexibilisierte und prekarisierte.