Zwischen Kooperation und Konfrontation. Machtressourcen und Strategien der spanischen Gewerkschaften CCOO und UGT in der Eurokrise

mit Olaf Tietje, in: Industrielle Beziehungen 21(4), S. 371-389

Infolge der Krise der Eurozone haben sich die strukturellen Rahmenbedingungen gewerkschaftlichen Handelns in Spanien verändert. Es fand ein Übergang von einem System der institutionalisierten Kooperation mit Elementen ritualisierter symbolischer Konfrontation zu einem System der fragmentierten symbolischen Kooperation mit Elementen (spontaner) realer Konfrontation statt. Der Artikel zeigt unter Rückgriff auf den Machtressourcenansatz der Gewerkschaftsforschung, dass die spanischen Mehrheitsgewerkschafen CCOO (Comisiones Obreras) und UGT (Union General de Trabajadores) nur begrenzt in der Lage waren, auf diese Veränderung der politischen Spielregeln zu reagieren. Nachdem sie unter der Regierung der PSOE weitgehend erfolglos versuchten, über eine permissive Haltung im bi- und tripartistischen sozialen Dialog weitergehende Verschlechterungen zu verhindern, führte dessen Scheitern unter der PP zu einer vorsichtigen Radikalisierung und verstärkten Bemühungen der Gewerkschaften um gesellschaftliche Mobilisierungen.

Volltext als *.pdf (Mit freundlicher Genehmigung des Rainer Hampp Verlags)

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